Bastian Pastewka inszeniert „Der Hund der Baskervilles“ als Hörspiel

Zur Hörspielproduktion von Sir Arthur Conan Doyles „Der Hund der Baskervilles“ steht Bastian Pastewka Rede und Antwort. Er hat den berühmten Stoff mit der Musik von Henrik Albrecht und tollen Schauspielern wie Gerhard Garbers, Peter Jordan oder Jochen Striebeck für den WDR neu bearbeitet und obendrein im Studio Regie geführt. Hier erfahrt Ihr mehr über seine Interpretation und seine Motivation, ein Hörspiel voll dunkler Gestalten, mysteriöser Geräusche und mit ganz viel Retrocharme zu schaffen. Aber vorweg noch ein bisschen was zur „Baskerville“-Story:

Im Spätherbst des Jahres 1889 hören der berühmte Londoner Detektiv Sherlock Holmes und sein treuer Chronist Dr. John Watson zum ersten Mal von der grauenerregenden Legende der Baskervilles. Ein dämonischer Höllenhund erschreckt die Familie seit Urzeiten zu Tode und auch der jüngste Erbe der Linie, Sir Charles Baskerville, stirbt in jenem Jahr voller Angst vor den Mauern seines Anwesens im geheimnisvollen Dartmoor. Sherlock Holmes schickt Dr. Watson nach Baskerville Hall und dort wird er Zeuge unglaublicher Ereignisse, die sich für alle Zeiten unauslöschlich seinem Gedächtnis einprägen werden. Doch auch der große Holmes verfolgt ein eigenes Ziel …

WDR5 HÖRSPIEL SPEZIAL, "Der Hund der Baskervilles", Bearbeitung und Regie: Bastian Pastewka, Produktion: WDR 2014, am Sonntag (05.01.14) um 16:05 Uhr. Mit dabei: v.l.n.r. Dr. Watson (Gerhard Garbers), Dr. Mortimer (Thomas Kügel) und Sir Henry (Peter Jordan). © WDR/Monika Nonnenmacher, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter WDR-Sendung bei Nennung "Bild: WDR/Monika Nonnenmacher" (S2). WDR Presse und Information/Bildkommunikation, Köln, Tel: 0221/220 -7132 oder -7133, Fax: -777132, bildkommunikation@wdr.de

v.l.n.r.: Dr. Watson (Gerhard Garbers), Dr. Mortimer (Thomas Kügel) und Sir Henry (Peter Jordan) © WDR/Monika Nonnenmacher


CONAN DOYLE & SHERLOCK HOLMES
Bastian Pastewka: Ende der 1890er Jahre hat es Arthur Conan Doyle beschlossen: Ich habe jetzt rund 30 Sherlock-Holmes-Geschichten geschrieben – rund 30 sind es nur gewesen – es reicht, ich muss ein Ende finden, sonst wird diese Figur mich für immer einholen. Und so hat er gegen Ende der letzten Geschichte – das letzte Problem – seinen Helden sterben lassen. Sherlock Holmes stirbt, er fällt die Reichenbachfälle zusammen mit seinem Erzfeind Professor Moriarty herunter, und Dr. Watson, der langjährige Begleiter von Sherlock Holmes, kann sozusagen an der Ufern des Reichenbachfalls anhand der Spuren nur noch den Tod der beiden Männer – und seines besten Freundes Sherlock Holmes damit automatisch auch – feststellen. Nun musste der Autor aber auf vielfachen Wunsch und Druck, weil die Fangemeinde, die die Sherlock-Holmes-und-Watson-Geschichten lesen wollte, so groß war und sehr viel Druck ausgeübt hat, doch noch mal eine neue Geschichte schreiben. Und, oh Wunder, Dr. Watson erinnert sich noch an viele, viele Fälle, die vor dem Tod des Sherlock Holmes stattgefunden haben. Und die erste Geschichte sozusagen, die wieder aus der Kiste kommt, ist Der Hund der Baskervilles. Eine sehr, sehr lange Geschichte, 1901 geschrieben und tatsächlich der Vorgänger der modernen Mystery-Literatur. Ein sehr, sehr opulenter, toller Roman, mit sehr, sehr vielen falschen Fährten, auch noch einmal anders strukturiert als die drei anderen Sir-Arthur-Conan-Doyle-Romane, die es gibt. Aber man merkt der Geschichte auch an: Holmes‘ berühmtester Fall, Der Hund der Baskervilles, ist ausgerechnet die Geschichte, in der Sherlock Holmes fast am allerlängsten gar nicht auftaucht. Vielleicht ist zu erkennen – oder: noch zu erkennen, wie sehr Sir Arthur Conan Doyle seiner Figur Sherlock Holmes noch ein wenig überdrüssig war. Es gibt ein paar Leute, die sagen: Irgendwie ist das so ein Zwitterwesen. Dr. Watson ermittelt zum ersten Mal sehr ausgiebig, sehr lange, das hat es vorher nicht gegeben. Wollte Sir Arthur Conan Doyle etwas anderes machen? Zugleich strickt er in seinem Roman aber auch – im Gegensatz zu den anderen Geschichten – kein Abenteuer mit herein. Nicht noch irgendein fremdes Land, irgendwas Exotisches, wie sonst in den Geschichten. Nein, es ist ein sehr straighter Roman geworden, ein sehr spannender Roman, der auch innerhalb von einem halben Jahr erschienen ist. Denn im Ursprung war der Roman kein fertig gebundenes Buch, was im Handel lag, sondern eine Fortsetzungsgeschichte im Strand Magazine, und tatsächlich war die Londoner Leserschaft begeistert von dieser neuen Geschichte, die sich, ich glaube, über ein halbes Jahr als Fortsetzungsgeschichte hinzog.

WDR5 HÖRSPIEL SPEZIAL, "Der Hund der Baskervilles", Bearbeitung und Regie: Bastian Pastewka, Produktion: WDR 2014, am Sonntag (05.01.14) um 16:05 Uhr. Mit dabei: Sherlock Holmes (Frank Röth). © WDR/Monika Nonnenmacher, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter WDR-Sendung bei Nennung "Bild: WDR/Monika Nonnenmacher" (S2). WDR Presse und Information/Bildkommunikation, Köln, Tel: 0221/220 -7132 oder -7133, Fax: -777132, bildkommunikation@wdr.de

Sherlock Holmes (Frank Röth) © WDR/Monika Nonnenmacher


HOLMES & WATSON
B.P.: Man merkt, dass Sherlock Holmes im Grunde relativ hilflos durch die Welt stolpern würde, wäre Watson als Regulativ nicht immer wieder an seine Seite gestellt worden. Dr. Watson wird vor allen Dingen dann aber auch ganz schnell zum Chronisten der Geschichten um Sherlock Holmes; er schreibt die Fälle auf, er schreibt Bücher über die Fälle, er schreibt Berichte, die werden alle abgedruckt … Eine Zeitlang glaubte man in London – wegen der Art, wie die Geschichten verfasst sind –, dass Sherlock Holmes und Dr. Watson wirklich existiert hatten. Man merkt, dass die beiden über die Jahre zusammenwachsen. Dann gibt’s ein bisschen Ärger, weil Dr. Watson sich verliebt und heiratet und plötzlich nicht mehr jeden Tag in der gemeinsamen Baker Street ist, um Sherlock Holmes irgendwelche Geschichten zu erzählen oder an den Fällen teilzuhaben. Sherlock Holmes, auf der anderen Seite, ist manchmal auch sehr ärgerlich mit seinem Watson und schnauzt ihn an, speziell wenn es darum geht, wie seine Geschichten von Dr. Watson abgefasst werden. Sherlock Holmes sieht sehr oft, dass Dr. Watson die Fälle, die sie gemeinsam erlebt haben, in seinen Berichten romantisch verbrämt, aufputscht, es für den Leser spannend macht, dramaturgisch zuspitzt. Und Sherlock Holmes sagt immer: Watson, was Sie da schreiben, sind nicht meine Geschichten. Sie machen die ganze Zeit hier irgendetwas, was dem Leser gefällt, aber in Wahrheit ist das einzig Erwähnenswerte in meinen Fällen der analytische Gedankengang, der so eigentümlich ist, dass Sie ihn bitte aufschreiben. Und dieses Hin und Her merkt man die ganze Zeit zwischen den beiden.

MOOR & MYTHOS
B.P.: Bei Hund der Baskervilles, ist zu erkennen, dass sich der Autor eindeutig in das Mystische gewagt hat. Da gibt es also einen Hund, einen vielleicht dämonischen, geisterhaften Hund, den die Menschen im Dartmoor mit der Größe eines Kalbes gleichsetzen. In einem seltsamen Familiendokument der Familie Baskerville von sechzehnhundertirgendwas wird niedergeschrieben, dass schon ein Urahne der Baskervilles, Sir Hugo, in einer eigentümlichen Nacht von einem seltsamen, überdimensional großen Hund getötet worden ist, als er gerade mit seinen Kumpanen dabei war, auf einer einsamen Lichtung ein Mädchen zu schänden. Dieses Mädchen und auch die Figur des Hundes strahlt offenbar in die jetzige Erzählzeit, also in das Jahr 1889 rüber und der ganze Landstrich ist verunsichert, weil man denkt, dieses übernatürliche Hundewesen könnte jederzeit zurückkommen – in letzter Zeit hat man es wieder häufiger im Moor heulen hören. So spezifisch und so außergewöhnlich, beginnt eigentlich kein anderer Fall von Sir Arthur Conan Doyle. Und zum allerersten Mal müssen sich Sherlock Holmes und Dr. Watson entscheiden, woran sie denn bitte glauben: an den Hund, an den Mythos und alles, was daraus erwächst? Oder – und das ist natürlich der Gedanke von Sherlock Holmes – vergessen wir alles, was früher war und gehen nur von den heutigen Fakten aus? Denn Sherlock Holmes merkt sehr früh, dass es irgendjemanden gibt, der das Übernatürliche hier nur benutzt, um jemand anderem einen Schaden anzurichten.

WDR5 HÖRSPIEL SPEZIAL, "Der Hund der Baskervilles", Bearbeitung und Regie: Bastian Pastewka, Produktion: WDR 2014, am Sonntag (05.01.14) um 16:05 Uhr. Mit dabei: Sir Henry (Peter Jordan). © WDR/Monika Nonnenmacher, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter WDR-Sendung bei Nennung "Bild: WDR/Monika Nonnenmacher" (S2). WDR Presse und Information/Bildkommunikation, Köln, Tel: 0221/220 -7132 oder -7133, Fax: -777132, bildkommunikation@wdr.de

Sir Henry (Peter Jordan) © WDR/Monika Nonnenmacher


HERR & HUND
B.P.: Die große Frage ist, ob Sir Arthur Conan Doyle dieser Hund im buchstäblichen Sinne vielleicht ein bisschen entlaufen ist. Denn aus diesem Roman ist unglaublich viel herausinterpretiert worden. Es gibt mehrere Hörspiel-Fassungen vom Hund von Baskerville – „von Baskerville“, so hieß der Titel damals noch –, natürlich wahnsinnig viele Verfilmungen, vom Stummfilm angefangen, über die ersten Schwarz-weiß-Filme, dann bunte Filme aus den Hammersmith-Studios in England. Nicht zuletzt, gab es vor wenigen Jahren noch mal eine neue Fassung aus England, wo man schon merkte: Der Hund ist eigentlich so ein computeranimiertes Wesen. Ich muss sagen, all diese Verfilmungen zeigen den Hund immer in einer sehr eigentümlichen, mythischen Form: In den frühen Schwarz-weiß-Filmen ist es irgendein Fellwesen, es wird sehr viel mit Bodennebel gearbeitet , es wird ein fast tyrannosaurus-rex-ähnliches Grunzen dazugelegt, man denkt immer: Oh Gott, was ist das denn für ein Wesen? Im Roman ist der Hund am Ende des Tages nichts anderes als ein Hund, den man mit grünem Phosphor angemalt hat, damit er im Dunkeln ein bisschen leuchtet! Aber man hat nicht versucht, hier wirklich eine Sagengestalt zurückzuholen. Und wir versuchen das in unserem Hörspiel Der Hund der Baskervilles auch. Wir wollen kein Horror-Hörspiel machen, ein Fantasy-Hörspiel oder so etwas, wir wollen unseren Hörern nicht etwas wie Herr der Ringe vor das geistige Auge setzen – das ist nämlich sehr, sehr oft passiert bei den Verfilmungen und bei den bisherigen Hörspielen: dass man immer das Gefühl hat, der Hund ist ein Alien oder so etwas. Und da bin ich sicher, das wollte Sir Arthur Conan Doyle nicht, und da wir versuchen, sehr romannah zu arbeiten bei unserer Bearbeitung, wollen wir das auch nicht.

LOGIK & IRRTUM
B.P.: Es gibt ein sehr interessantes Buch von einem Franzosen namens Pierre Bayard, der wirklich sagt: Freispruch für den Hund von Baskerville. Denn er sagt, dem Autor sind so wahnsinnig viele Figuren seines Romans – nicht nur der Hund, sondern auch menschliche Figuren – durch diese lange Strecke, in der er die Fortsetzungsgeschichte schreiben musste, entglitten. Und nicht zuletzt fordert dieser Autor, Pierre Bayard, eine Rehabilitation von Jack Stapleton, der hier das böse Herrchen ist vom Hund der Baskervilles. Der also einen Hund auf die Klamotten von Sir Henry abgerichtet hat, dass er ihn bitte angreift. Und Pierre Bayard und auch viele andere Kritiker fragen sich: Was ist das für ein Motiv? Warum hat dieser Schurke sich jetzt tatsächlich, nur weil es ein altes Familiendokument gibt, in dem schon einmal über einen übernatürlichen Hund gesprochen wird, jemanden ausgedacht, einen Hund mit Farbe zu bemalen und den einfach so – „Fass!“ – auf irgendeinen der nächsten Baskervilles zu schicken, auf dass der dann vor lauter Schreck erstarrt und stirbt? Da stimmt irgendwas nicht. Zugleich ist zu erkennen: In keinem anderen Sherlock-Holmes-Roman taucht Sherlock Holmes so selten auf. Gibt es irgendetwas, was Sherlock Holmes weiß, was er Watson, aus dessen Perspektive ja die ganze Geschichte erzählt wird, auch nicht weiß? Und da versucht unser Hörspiel so ein bisschen den Hebel anzusetzen: Wir wollen versuchen, die letzten Geheimnisse des Falles Baskervilles zu lösen. Dabei helfen uns die skeptischen Holmesianer, dabei hilft uns auch Pierre Bayard, und in unserer Geschichte wollen wir den Deutungsmythos dieses Romans sozusagen gleich mit einweben und am Schluss noch eine kleine handfeste Überraschung parat haben, die natürlich von wem anders als von Sherlock Holmes selber kommen könnte.

WDR5 HÖRSPIEL SPEZIAL, "Der Hund der Baskervilles", Bearbeitung und Regie: Bastian Pastewka, Produktion: WDR 2014, am Sonntag (05.01.14) um 16:05 Uhr. Mit dabei: Dr. Watson (Gerhard Garbers). © WDR/Monika Nonnenmacher, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter WDR-Sendung bei Nennung "Bild: WDR/Monika Nonnenmacher" (S2). WDR Presse und Information/Bildkommunikation, Köln, Tel: 0221/220 -7132 oder -7133, Fax: -777132, bildkommunikation@wdr.de

Dr. Watson (Gerhard Garbers) © WDR/Monika Nonnenmacher


HÖR & SPIEL
B.P.: Tja, ich gebe es zu: Ich bin mit Hörspielen groß geworden. Das reicht von der kleinen Kinder-Hörspielkassette und den Drei ??? natürlich bis hin zu den schönen, angenehmen öffentlich-rechtlichen Funk-Hörspielen, die ich so sehr schätze und die meine Kindheit begleitet haben. Das war bei uns eine familiäre Tradition, dass man sich manchmal vors Radio setzte und sagte: O.k., was werden uns denn da für Geschichten erzählt. Und irgendwann bekam ich so einen Heißhunger auf diese Disziplin, dass ich mir, ich glaube in den 80er Jahren, jedes Kriminalhörspiel angehört habe, was mir so in die Finger kam: im Radio aufgenommen auf irgendwelchen schrabbeligen Kassetten, an irgendwen verliehen, nie wiedergesehen, später nochmal aufgenommen, und so weiter. Das war für mich dann irgendwie so eine Art Sammeltrieb, der mich dazu bewogen hat. Ich fand‘ zugleich immer toll, dass es schon so wahnsinnig viele Sherlock-Holmes-Hörspiele gibt. Es gibt auch mehrere deutschsprachige Hörspiel-Versionen, zum Beispiel vom Hund von Baskerville. Aber ich fand immer, dass, ähnlich wie bei den Verfilmungen, die Geschichten in der Hörspiel-Version ein bisschen gelitten haben. Die Bearbeitungen waren alle so sehr auf Mystery gepolt: Da heult ein Hund mehrfach, da gibt es Angst, da gibt es Schreie, da gibt es Kettenrasseln … Und ich hatte bei unserer Bearbeitung einfach das Gefühl, als Antrieb zu sagen: Wir müssen da irgendwie so eine Delle glätten. Wir müssen sagen: O.k., was ist denn überhaupt die Basis dieses Romans? Was ist denn die Geschichte? Was sind denn das für Figuren, die miteinander agieren? Und deshalb hab‘ ich mich rangemacht und erstmal versucht, mir alle Verfilmungen und bisherigen Hörspiele aus dem Kopf zu wischen und zu sagen: Was ist denn überhaupt dran an dem Roman? Wirklich nur: an den Texten? Und ich habe versucht, so werkgetreu aus dem Roman ein Hörspiel zu machen. Das geht natürlich nicht ohne dramaturgische Zuspitzung, auch leichte Kürzungen und Zusammenfassungen einher, aber ich wollte zum Beispiel, dass uns Dr. Watson diese Geschichte erzählt. Das tut er im Roman nämlich auch. Alles wird aus Watsons Perspektive erzählt. Da haben wir den großartigen Gerhard Garbers gewinnen können, der sowohl als Erzähler als auch als Watson hier agiert. Wir haben Frank Röth als Sherlock Holmes, eine perfekte Stimme – ein toller Schauspieler, der wirklich diesen schneidenden Ton von Sherlock Holmes, der immer zwischen Wahnsinn und Wahn, unglaublicher Güte, manchmal aber auch ein bisschen trickreich im Arschloch-Verhalten hin und her geht. Das macht er wirklich ganz toll. Dazu haben wir dann die „üblichen Verdächtigen“ unserer Geschichte. Das sind Schauspieler wie Peter Jordan, Robert Gallinowski, Debora Weigert, Ulrich Voß, Walter Renneisen, Johanna Gastdorf und viele, viele mehr, die uns hier wirklich einen Stimmen-Kanon präsentieren und die Geschichte vom Hund der Baskervilles zum Leben erwecken. Jede Figur hat eine eigene Aufgabe. Wir gehen mit allen Figuren auch sehr treu um in unserer Geschichte: Wir kürzen nichts, wir streichen nichts raus, wir fassen nichts großartig zusammen. Wir haben uns am Ende eine kleine Volte ausgedacht, ganz am Schluss: Wenn wir eigentlich denken, alles ist zu Ende, ist es gerade bei diesem tollen Roman wichtig, finde ich, dass Sherlock Holmes nochmal um die Ecke kommt und sagt: „Watson, sind Sie sicher, dass das alles so passiert ist?“ Das ist unser Hörspiel!

Interview: © WDR/Georg Bühren
Produktionsfotos: © WDR/Monika Nonnenmacher

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